Unser Verein

Der TSV Inneringen wurde im Jahr 1884 als „Turnverein Inneringen“ gegründet. Im ersten Protokollbuch des Vereins, das über das Vereinsgeschehen seit dem Jahr 1885 berichtet, ist ein im Jahr 1906 verfasstes Vorwort enthalten, welches das Umfeld der Vereinsgründung wie folgt beschreibt:

„Soll geistiges Leben wohl gedeien, so muss der Körper Kraft verleihen!“ – Dies war schon die Devise der alten Griechen. Es lehrte dies unser großer Meister und Turnvater Jahn. Es lehren dies auch alle großen Männer ihrer Zeit. Nichts ist geeigneter, die Gesundheit zu erhalten und zu erhöhen, die Kraftfülle zu mehren, als gymnastische Übungen.

Aber auch nicht Gesundheit und Leibesstärke allein, auch Mut und Selbstbeherrschung, willige Unterordnung unter den Willen einer umsichtsvollen Person werden durch das Turnen gefördert. Und weil das Turnen einen so heilsamen Einfluss auf das deutsche Volksleben auszuüben vermag, so bildet es auch gleichzeitig einen starken Damm gegen die Umsturzbestrebungen unserer Zeit.

So sahen Inneringens Zöglinge Jahre lang in ihrer nächsten Nähe stolze, herrliche Turnfeste begehen und mit Neid in der Seele sind sie von den schönen Gauturnfesten in Veringen, Gammertingen und Hettingen zurückgekehrt in Inneringens stille Mauern.

Bereits am Gauturnfest in Hettingen sind einige lebensfrohe Zöglinge von hier um mehr Begleitung zu den leitenden Persönlichkeiten des Gaues getreten, am 15. Juli 1883. Als sodann die Leitung des Gaues für das kommende Jahr in die Hände des Gammertinger Vorstandes Josef Göggel Gerber gelegt wurde, war es dessen eifrigstes Bestreben, den Boden wohlwollend zu bebauen, in welchen die jugendliche Pflanze eingesetzt werden soll. Einige, in schönster Eintracht verlaufene Versammlungen durch Göggel einberufen – und schon konnte der Verein als gegründet betrachtet werden.

Während schon die Namen eines Karl Ott, Josef Flöß, Albert Ott, Josef Blatter, Josef Metzger, Konstantin Sprißler u.v.m. zu den schönsten Hoffnungen berechtigten, war das Bestehen des Vereins durch die Annahme der Turnleitung durch Turnlehrer Wolf von hier vollends besiegelt. Bald war eine stattliche Zahl von Mitgliedern beisammen und als Seitens des Gauverwaltung auch noch das 14. Hohenzollerngauturnfest zugesagt wurde, waren schleunigst, dank der Unterstützung der ganzen Gemeinde, auch die Gelder zur Beschaffung einer Vereinsfahne zusammengebracht.

So möge denn der Turnverein stets blühen, wachsen und gedeihen, zum Wohle der hiesigen Gemeinde, zur Freude des Hohenzollern-Turngauverbands und zum Segen unseres deutschen Vaterlandes!

Gut Heil!

Aus Anlass des Gauturnfestes im Jahr 1956 wurde schließlich die Vereinsgeschichte wie folgt in einer Festschrift dargestellt:

Das sind Beispielinhalte, die die Funktionen in der Vorlage veranschaulichen sollen. Entferne oder ersetze sie durch deine eigenen Texte und Medien.

Die Geschichte des Turnvereins Inneringen

Wir wissen, wie wir geworden sind durch unsere eigene Kraft.
Wir wissen, was wir wollen, nämlich unser Volk leiblich und seelisch
gesund erhalten.
Wir wissen auch, wie wir das erreichen:
Uns soll die Leibesübung eine körperliche und seelische Guttat sein, bei der das Herz wärmer, die Gesinnung reiner und der Wille stärker wird.

Diese Worte des Turnvaters Jahn seien an den Kopf der Vereinsgeschichte des Inneringer Turnvereins gesetzt. Sein Geist und seine Zielsetzung sind auch diesem Verein Richtschnur gewesen bei seiner Gründung vor 72 Jahren. Und Beispiele für die Gründung hatte es in der Umgebung bereits seit einem Jahrzehnt und zum Teil noch etwas länger gegeben. Sigmaringen bestand seit 1848, Veringenstadt seit 1869, Gammertingen, Trochtelfingen, Hettingen und Harthausen a. d. Scher um das Jahr 1870 und 1872 hatte sich bereits der Gauturnverband Hohenzollern zusammengeschlossen.

Die Inneringer Vereinsgründung ist aus dieser turnerischen Umgebung heraus zu erklären. Den entscheidenden Anstoß gab das Gauturnfest in Hettingen im Jahre 1883 und der eigentliche Werber in mehreren Versammlungen war der Vorstand des Gammertinger Vereins, Gerber Josef Göggel, der gleichzeitig die Leitung des Turngaues inne hatte.

Mit einer Satzung bekam der junge Verein seine Zielsetzung:
„Zum Zwecke der Heranbildung der jungen Menschen in geistiger und leiblicher Beziehung erstrebt der Verein Körperertüchtigung, welche neben der Erlangung körperlicher Leistungsfähigkeit einen echten deutschen Sinn und die Reinheit der Sitte zu erstreben, zu bewahren und zu verbreiten bemüht sein will.“

Junge und begeisterte Männer wie Karl Ott, Josef Flöß, Josef Blatter, Josef Metzger, Konstantin Sprißler sowie die heute noch unter uns weilenden Vereinsveteranen Albert Ott und Gregor Fink übernahmen die Leitung des Vereins.

Sofort bemühte man sich um die Beschaffung einer Vereinsfahne. Aus Vereinsbeiträgen, Sonderbeiträgen, durch Sammlungen in der Gemeinde und durch eine Spende S.H. des Fürsten von Fürstenberg floss der erforderliche Betrag zusammen. Schon ein Jahr später, im Jahre 1885, fand die Fahnenweihe statt und der Turngau verband damit sein 13. Gauturnfest. Die Fahne wurde von der Firma Frick, Aulendorf, zum Preise von 280,00 Mark geliefert. Mit Begeisterung schrieb der Chronist ins Protokollbuch den Weihespruch:

Fahne steig hoch
Und flattre im Wind,
künde, dass wir gerüstet sind.
Sag es den Jungen,
sag es den Alten,
wir wollen helfen,
wir wollen gestalten,
wir wollen dienen
als Turner dem Volke.

Nach dem glänzenden Verlauf dieses Doppelfestes, an dem sich 19 Vereine beteiligten, machte der Verein weitere gute Fortschritte. Er wurde nun in die Gaufamilie aufgenommen und durfte von jetzt ab drei Mann als stimmberechtigte Mitglieder zum Gautag entsenden. Seine Anwesenheit auf allen folgenden Gaufesten war eine Selbstverständlichkeit. Bereits im Jahre 1890 übernahm der Verein zum zweiten Male ein Gauturnfest, das am 13. Juli 1890 stattfand. Es war das 19. des Gaues. Schon fünf Jahre später wurde in Inneringen das dritte Gauturnfest gefeiert, es war das 24. des Gaues.

Krisenhafte Zeiten blieben natürlich auch dem Verein Inneringen nicht erspart. Besonders die Wechsel in der Vorstandschaft und in den Turnräten brachte den Verein immer wieder in vorübergehende Schwierigkeiten. Sie wurden überwunden durch den Zusammenhalt und die Freude an der Sache. Bereits 1906 übernahm der Verein zum vierten Male ein Gauturnfest, ein Beweis, dass er von Seiten des Turngaues das vollste Vertrauen und in seinen eigenen Reihen genügend Kraft und Begeisterung und in der Gemeinde den richtigen Rückhalt hatte. Von diesem Gauturnfest, das am 22. Juli 1906 stattfand, bereichtet der Chronist, dass außer allen Gauvereinen sich noch viele Vereine außerhalb des Gaus beteiligt haben: Die Turnvereine von Tailfingen, Bisingen, Riedlingen, Mengen, Honau und die Ledigen-Gesellschaft von Kettenacker. Jedes weitere Gauturnfest wurde für den Verein ein Ansporn, das Geräteturnen nahm besonderen Aufschwung und von jedem Turnfest kehrten immer mehr preisgekrönte Turner zurück. Es folgte das 25-jährige Stiftungsfest im Jahre 1909, das die turnerische Arbeit ebenfalls weiter belebte. Die kommenden Jahre beweisen es: Der Verein unter Leitung von Herrn Hauptlehrer Stauß wurde zu einer ausgesprochenen Körper- und Jugendpflege treibenden Organisation. Unter seiner Leitung entstand auch eine Sängerriege zur Pflege des deutschen Liedes.

Bei den kommenden Gauturnfesten beteiligten sich immer mehr aktive Turner. Als am 12. Juli 1914 die Turner sieggekrönt vom Gauturnfest in Strassberg zurückkehrten, ahnte wohl keiner, dass sie schon vierzehn Tage später wieder antreten mussten, diesmal allerdings zu einem schweren, leider für manche zum letzten Gang. Es begann der erste Weltkrieg. Vier Jahre standen von 70 Mitgliedern 61 an den verschiedenen Fronten zum Schutze unseres Vaterlandes. Für besondere Tapferkeit erhielten 36 ausmarschierte Turner Auszeichnungen, 21 wurden zu verschiedenen Dienstgraden befördert, 7 ertrugen das harte Los der Kriegsgefangenschaft. H. H. Pfarrer Eisele, ein großer Freund der Turnsache, wurde im Felde zum Divisionspfarrer befördert und fand bei Ausübung der Seelsorge der Kameraden den Heldentod bei Douai in Nordfrankreich. 16 Mitglieder des Vereins fanden den Heldentod, bis heute sind noch vier Männer des Vereins vermisst. Und so riss der erste Weltkrieg große Lücken in die Reihen des Vereins.

Noch waren nicht alle Männer aus der harten Kriegsgefangenschaft in die Heimat zurückgekehrt, versammelte Hauptlehrer Stauß die heranreifende männliche Jugend am 17. Februar 1919 im Gasthof „Adler“ und gab den Tätigkeitsbericht während des Krieges bekannt. Die Versammlung wählte eine neue Vorstandschaft unter Vorsitz von Stefan Flöß und aus der anscheinend gefällten Turnereiche schlugen wieder Zweige und begannen zu grünen.

Im Jahre 1919 beteiligte sich der Verein mit einer Vereinsriege von 12 Mann und sechs Einzelwettkämpfern beim ersten Gauturnfest nach dem Kriege in Sigmaringen. Nachdem die meisten Kriegsgefangenen zurückgekehrt waren, wurden wieder Neuwahlen notwendig und der Verein hat sich durch Friedrich Wilhelm Fritz als ersten Vorsitzenden und Hermann Flöß als Turnwart einen krisenfesten Verwaltungsrat beschafft, der sich vererbte bis zum heutigen Tage. Ganz besonders sei erwähnt, dass durch diese Vereinsleitung der Verein seiner höchsten Blüte entgegengeht. Bei den Gauturnfesten in Hettingen und Gammertingen erzielten unsere Turner durch Einigkeit ganz beträchtliche Erfolge. Ein neuer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte erbrachte die Zusage vom Gau, dass das Gauturnfest für 1922 in Inneringen stattfinden solle. Durch intensive Arbeit der hiesigen Turnerschaft konnte diese zum ersten Mal im Vereinswettturnen mit 48 Turnern in der Oberstufe den ersten Preis erkämpfen. Auch von Einzelwettturnern wurden von der Oberstufe bis zum Zögling sowohl im Geräte- wie im volkstümlichen Turnen ganz beträchtliche Erfolge erzielt.

Im Jahre 1923 wagten vier Turner sich am Deutschen Turnfest in München zu beteiligen.

Im Gauturnfest in Harthausen a. d. Scher 1924 wurde dem Verein als dreimaliger Sieger in der Oberstufe, die vom Gau damals höchste Auszeichnung, ein Lorbeerkranz, zuerkannt. Ein Markstein in unserer Turngeschichte bildete das Jahr 1925, in welchem sich unsere Turnerschaft mit elf Mann in der zweiten Stärkeklasse am Landesturnfest in Ulm beteiligte, wobei sie einen zweiten Preis errang.

Um dem Verein nach außen hin das ihm gebührende Ansehen zu wahren, sah er sich gezwungen, im Jahre 1929 zu der alten ehrwürdigen abgetragenen Fahne eine neue zu beschaffen, deren Weihe sich zu einem schönen Fest gestaltete.

Zum Gedächtnis der im ersten Weltkrieg gefallenen Turner erstellte der Verein auf dem Sportplatz ein Ehrendenkmal, welches beim Abturnen 1932 eingeweiht wurde. Im Jahre 1933 beteiligten sich unsere Turner in der Stärke von 12 Mann am Deutschen Turnfest in Stuttgart und erkämpften sich hierbei einen zweiten Rang. Weiter erwähnenswert ist das 50. Vereinsjubiläum am 09. September 1934, am dem zwanzig Vereine anwesend waren. Durch politischen Umschwung wurden die Turngaue verschmolzen und dem Kreis „Zollern“ zugeteilt, was ein großer Nachteil für die ländlichen Vereine brachte.

Während des zweiten Weltkrieges ruhte jede öffentliche Betätigung des Vereins. Es wurden 58 Mitglieder zum Wehrdienst eingezogen, von denen 24 Gefallene und sechs Vermisste die Heimat nicht wieder schauen durften.

Bis zum Jahre 1947 war das Turnen durch die Besatzungsmacht untersagt. Nachdem das Verbot allmählich gelockert wurde, gaben die alten Turner wieder den Anstoß, den Verein neu zu bilden, trotzdem, dass mehrere Mitglieder noch in Kriegsgefangenschaft gehalten wurden. Die Neugründung fand dann am 2. September 1947 unter Vorsitz von Fidel Müller im Gasthof „Schwanen“ statt. Mit großer Begeisterung scharte sich die gesamte männliche Jugend um unsere Vereinsfahne.

Den ersten Auftakt bildete das Abturnen 1949, an dem sich über 200 Turner mit den Vereinen Veringenstadt, Hettingen und Langenenslingen beteiligten.

Seit Neugründung des Turngaues „Hohenzollern“ nahm der Verein an jedem Gauturnfest sowie an Fahnenweihen und weiteren Stiftungsfesten innerhalb des Gaues teil. Im Jahre 1954 konnte der Verein auf sein 70-jähriges Bestehen zurückblicken, das er in würdiger Form anlässlich eines Vereinsfestes feierte.

Besonders erwähnenswert ist die aktive Teilnahme beim Landesturnfest 1952 in Schwenningen und das große Deutsche Turnfest 1953 in Hamburg, sowie im Jahre 1955 das Landesturnfest in Ulm. Auch bei diesen Festen wurden gute Erfolge erzielt.

Heute hat der Verein etwas über hundert Mitglieder. Sein erster Vorstand ist Adelbert Flöß, sein Stellvertreter Albert Sprißler, Oberturnwart ist Anton Guhl, der Jugendleiter Erwin Teufel und Schriftführer Josef Grom. Der Verein stellt in Willi Kempf dem Turngau den Männerturnwart.

Dankbar und anerkennend ehrt der Verein an seinem großen Festtag all seine Vorfahren, die als Pioniere der Turnsache gedient haben. Soll geistiges Leben wohl gedeihen, so muss der Körper Kraft verleihen. Dies war schon die Devise der alten Griechen, es lehrt dies auch unser großer Meister Turnvater Jahn. Nichts ist geeigneter, die Gesundheit zu erhalten und zu erhöhen, die Kraftfülle zu mehreren, als gymnastische Übungen. Aber nicht Gesundheit und Leibesstärke allein, auch Mut und Selbstbeherrschung, willige Unterordnung unter den Willen der menschlichen Gemeinschaft werden durch das Turnen gefördert.

1956 richtete der damalige TSV Inneringen also zum sechsten Mal das Gauturnfest des Turngaus Hohenzollern aus.

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Am Abend des 14. Juli übergab der TV Oberstetten das Gaubanner an den TV Inneringen, anschließend wurde am Kriegerdenkmal den den Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht.

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Am Sonntag dem 15. Juli traten Wettkämpfer aus 28 Gauvereinen, darunter auch neun Damenmannschaften, zu über 500 Einzelwettkämpfen an.

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Bei guter Witterung erfolgte am Nachmittag ein Festzug durch das Dorf Festplatz im „Kapellenbrühl“.

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1957 wurde eine Fußballabteilung gegründet, die sich schnell zur tragenden Säule des Vereins entwickeln sollte (siehe auch Abschnitt „Fußball im TSV Inneringen“). Aus diesem Grund wurde der Verein in „Turn- und Sportverein“ umbenannt.

1959 übernahm Albert Sprißler den Vorsitz im Verein, nachdem sein Vorgänger Adelbert Flöß heiratsbedingt weggezogen war. Sprißler hatte mit 18 Jahren die längste Amtszeit aller bisherigen Vorstände.

Kurzzeitig war Inneringen auch – man glaubt es heute kaum – neben Gammertingen das Zentrum des Schwimmsports im Turngau Hohenzollern, denn nur diese beiden Vereine verfügten über ein Freibad. Ab Anfang der 1960er-Jahre, nach Einweihung des Schwimmbades im Bereich des heutigen Sees, fand alle zwei Jahre das Gauschwimmfest in Inneringen statt.

1965 wurde neben dem Schwimmbad und dem Turnplatz der neue Fußballplatz eingeweiht. 1981 wurde das Spielfeld renoviert, 1985 konnte das Vereinsheim fertig gestellt werden.

1970 war der TSV erneut Ausrichter des Gauturnfestes sowie des Gaukinderturnfestes des Turngaus Hohenzollern. Der Festabend fand in der Sägehalle des Sägewerks Kempf statt, im Rahmenprogramm trat der Turn-Juniorenweltmeister Konischi aus Japan auf.

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1977 übernahm Erwin Teufel den Vorsitz im Verein. In seine Amtszeit fielen mehrere wichtige Meilensteine des Vereins, so zum Beispiel der Neubau der Turn- und Festhalle in Inneringen (1983), das 100jährige Vereinsjubiläum 1984, der Bau des Vereinsheims (1983-85) und die Einführung des Fischerstechens auf dem Inneringer See (1980).

1991 gab Erwin Teufel sein Amt an Gebhard Bögle ab und wurde – wie zuvor auch Albert Sprißler – zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1995 rückte Gerhard Sprißler an die Vereinsspitze. Höhepunkt seiner Amtszeit war der Neubau der leichtathletischen Anlagen beim Sportplatz, die 2004 eingeweiht werden konnten. Auch er wurde für seine Leistungen zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Seit 2005 führt Gerhard Flöß den Verein, im selben Jahr war der TSV Ausrichter des 52. Gaukinderturnfestes des Turngau Hohenzollern. Mit mehr als 1.200 Teilnehmern war dies das größte Kinderturnfest in der Geschichte des Turngaus.

In den letzten Jahren hat der Verein eine Vielzahl neuer Angebote geschaffen, die im Wesentlichen auf das Engagement der Vereinsmitglieder zurückgehen. So wurden für Kinder und Jugendliche eine Rope-Skipping-Gruppe gegründet, im Erwachsenenbereich runden Nordic-Walking, Rückengymnastik und Yoga das Angebot ab.

Für die von Birgitte Gluitz geleiteten Angebote „Fitness 30-50“ und „50plus“ erhielt der Verein im Jahr 2008 den „DTB-Pluspunkt Gesundheit“ verliehen, ein Zertifikat für die Qualität der angebotenen Übungsstunden.

Im Jahr 2008 wurde das Rasenspielfeld beim Inneringer See umfassend erneuert, erweitert und mit einer neuen Umrandung versehen. Ab dem Jahr 2009 kann somit auch die SG Hettingen/Inneringen wieder Heimspiele in Inneringen durchführen.

Im Jahr 2009 wurde das 125jährige Vereinsjubiläum an, in dessen Rahmen auch das  47. Alb-Lauchert-Wanderpokalturnier und das Gaukinderturnfest in Inneringen ausgetragen wurden.

Auch 2011 und 2014 fand das Gaukinderturnfest in Inneringen statt, zudem im Jahr 2016 das 54. Alb-Lauchert-Wanderpokalturnier.

Auch in Zukunft stehen wieder wichtige Aufgaben für den Verein an.  Die Unterhaltung der in den letzten Jahren geschaffenen Anlagen fordert den Verein sehr stark.

Fußball im TSV Inneringen (1957-2003)

Im Jahr 1957 erfuhr der TV Inneringen eine Änderung, die seine Struktur für die folgenden Jahrzehnte deutlich veränderte. In der Festschrift des Vereins zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 1984 wird die Gründung der Fußballabteilung wie folgt beschrieben:

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Viele junge Sportler erprobten seit einiger Zeit ihr Können im Fußball bei Freundschaftsspielen. Einige spielten bereits aktiv bei den Nachbarvereinen mit, so wurde im September 1957 eine Fußballmannschaft in der C-Klasse Sigmaringen angemeldet. Nach langer Verhandlung mit H.H. Pfarrer Heinzler gelang es, eine Pfarrgemeindewiese bei der Säge Kempf als Fußballplatz zu bekommen. Die Gründer der Fußballabteilung waren: Anton Guhl, Rudolf Hospach, Helmut Kempf, Gordo Maier (später Abteilungsleiter) und Erwin Teufel mit Pfarrer Heinzler. Das erste Verbandsspiel fand am 27. September 1957 in Hausen am Andelsbach statt, das Trikot war schwarz-gelb.

Der Fußballsport erfreute sich sehr schnell wachsender Beliebtheit, im weiteren änderte der Verein auch seinen Namen, und so wurde aus dem „Turnverein“ der „Turn- und Sportverein“.

Bereits fünf Jahre später konnte der Verein den ersten von insgesamt vier Meistertiteln (1962 in der Kreisliga B, 1980, 1982 und 1989 in der Kreisliga A) verbuchen. 1962 stieg der TSV erstmals in die Kreisliga A auf. Im selben Jahr wurde auch der „Alb-Lauchert-Wandepokal“ gegründet, den der TSV insgesamt drei mal (1972, 1973 und 1975) gewinnen konnte.

Die erfolgreichste Dekade der Fußballer waren sicher die 1980er Jahre. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga Donau im Jahr 1980 folgte zwar postwendend der Abstieg, allerdings gelang auch der direkte Wiederaufstieg.

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In der Folge spielte der TSV bis 1988 in der Bezirksliga Donau, nach einem Traumstart stand die Mannschaft im Jahr 1986 sogar nach dem dritten Spieltag an der Tabellenspitze.

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1989 gelang erneut die Meisterschaft in der Kreisliga A.

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1990 musste der TSV aber dann endgültig in die Kreisliga A absteigen. 1992 wäre beinahe der erneute Aufstieg gelungen, im entscheidenden Spiel unterlag man jedoch dem TSV Hettingen mit 0:1 und konnte somit „nur“ die Vizemeisterschaft erringen. Der Reservemannschaft gelang im selben Jahr ihr einziger Meistertitel.

Ende der 1990er Jahr und anfangs des neuen Jahrtausends zeigte sich immer deutlicher, dass mit den zurückgehenden Geburtenzahlen und dem wachsenden Angebot von „Konkurrenzangeboten“ bei der Freizeitgestaltung eine eigenständige Fußballabteilung langfristig nicht mehr zu halten ist. Vorstand Gerhard Sprißler, Vize Gerhard Flöß und Abteilungsleiter Reinhold Teufel nahmen aus diesem Grund mit den „Lokalrivalen“ vom TSV Hettingen Verbindung auf, um die Möglichkeiten einer Zusammenlegung des Spielbetriebs zu besprechen. In sehr konstruktiven Gesprächen fand man schnell eine gemeinsame Linie.

Nachdem der TSV Inneringen in der Saison 2001/2002 in der Kreisliga A auf einem Abstiegsplatz abschloss und sich gleichzeitig abzeichnete, dass der Spielerkader im Folgejahr so dünn sein würde, dass nicht einmal der Spielbetrieb einer Mannschaft gesichert wäre, entschloss man sich, die Fusion durchzuführen.

In der Saison 2002/2003 spielten die verbliebenen Inneringer Fußballer deshalb beim TSV Hettingen, während dieser Saison wurden die Weichen für die Gründung eines neuen Vereins gestellt, unter dessen Dach künftig der Spielbetrieb stattfinden soll. Im April 2003 wurde schließlich die „Spielgemeinschaft Hettingen/Inneringen“ gegründet, seit der Saison 2003/2004 nimmt der Verein mit zwei Herrenmannschaften am Spielbetrieb teil.

Unter dem Dach dieses neuen Vereins wurden auch die Jugendmannschaften zusammengeführt, die schon seit langen Jahren als Spielgemeinschaften geführt wurden.

Bereits nach kurzer Zeit kann der junge Verein einige Erfolge verbuchen. Noch im Gründungsjahr wurde in Harthausen das traditionsreiche Alb-Lauchert-Wanderpokalturnier gewonnen, ein Jahr später gelang der Sieg beim letztmals ausgetragenen Volksbank-Turnier in Veringenstadt. Im Rahmen des 125jährigen Jubiläums des TSV Inneringen konnte die SGHI auch 2009 auf dem neu angelegten Inneringer Sportplatz das Alb-Lauchert-Wanderpokalturnier gewinnen.

Auch und gerade im Jugendbereich konnten auch in den Verbandsrunden Erfolge verbucht werden, darunter die Meisterschafte der A-Jugend in der Saison 2004/2005 in der Kreisstaffel und 2006/2007 in der Leistungsstaffel. Diese Entwicklung erlaubt, dass durchaus mit Optimismus in die Zukunft geblickt werden kann.



Die Vorsitzenden des TV / TSV Inneringen seit 1884:

Karl Ott 1884-1887
Josef Flöß 1887-1893
Franz Metzger 1893-1896
Wunibald Maier 1896
Karl Lendle 1896-1897
David Müller 1897-1898
Wunibald Maier 1898-1901
Wendelin Fink 1901-1902
Josef Bantle 1902
Klemens Blatter 1902
Josef Bantle 1902-1906
David Müller 1906-1908
Lehrer Stauß 1908-1913
Franz Ott 1913-1914
Rupert Kirschbaum 1914
Lehrer Kirschbaum 1914-1919
Stefan Flöß 1919
Friedrich Wilhelm Fritz 1919-1923
Lehrer Kleinmann 1923-1924
Michael Ott 1924-1925
Karl Grom 1925-1927
Michael Ott 1927-1929
Franz Hospach 1929-1931
Albert Traub 1931-1939
Fidel Müller 1939-1948
Karl Ott 1948
Wendelin Müller 1948-1949
Johann Georg Brandstetter (Bürgermeister) 1949-1951
Josef Ott 1951-1952
Paul Stauß 1952-1954
Adelbert Flöß 1954-1959
Albert Sprißler 1959-1977
Erwin Teufel 1977-1991
Gebhard Bögle 1991-1995
Gerhard Sprißler 1995-2005
Gerhard Flöß seit 2005

Seit 2019 gibt es erstmals beim TSV Inneringen 3 Vorstände

Gerhard Flöß seit 2005 , Wolgang Reiser seit 2019 , Thorsten Frank seit 2019

Der erste Schritt beginnt nicht mit Worten, sondern mit Taten.

Walt Disney

Es sind unsere Entscheidungen, Harry, die zeigen, wer wir wirklich sind, viel mehr als unsere angeborenen Fähigkeiten.

J. K. Rowling

Weine nicht, weil es vorbei ist. Lächle, weil es geschah.

Dr. Seuss

Lass uns zusammen etwas aufbauen.